Der Wohnraum in der Stadt wird immer knapper. Wem aber die Quadratmeterzahl nicht so wichtig ist, der findet sein Zuhause in den sogenannten Mikro-Apartments. Das Modell ist schon längst nicht mehr nur für Studenten attraktiv, doch wird es sich auch langfristig durchsetzen?

Während der Wohnungsneubau an den gefragten Standorten in den letzten Jahren überwiegend durch den Bau von Wohnungen im oberen Preissegment geprägt wurde, rücken nun Mikro-Apartments mehr und mehr in den Fokus der Investoren.

Für die Nachfrager steht vor allem im Mittelpunkt möglichst schnell eine gut gelegene Wohnung zu einem akzeptablen Preis zu finden. Ein Kinderzimmer hat im Durchschnitt eine Größe von 14.4 m². Eigentlich ist das genug zum Leben.

Rechnet man aber noch Küche und Bad hinein, wird das schon schwieriger. Das flächenoptimierte Mikro-Apartment ist meist 20 – 25 m² groß. Es verfügt über ein Wohn-Schlaf-Zimmer, ein Duschbad und eine Kochgelegenheit. Ein Balkon ist dabei eher selten.

Entscheidend ist die Lage des Mikro-Apartments

Dafür ist es wichtiger, dass das Mikro-Apartment über eine zentrums- oder universitätsnahe Lage verfügt. Dabei sind es nicht mehr nur Studenten, die sich für ein solches Apartment interessieren, sondern vor allem Berufspendler.

In der Regel sind die Angebote entweder möbliert oder teilmöbliert. Sie überzeugen vor allem mit einer funktionalen Inneneinrichtung, die einen sofortigen Einzug ermöglichen. Aktuell sind die Projekte für Mikro-Apartments jeweils von einer großen Anzahl an Wohneinheiten geprägt. In den meisten Fällen sind es über 100 Wohnungen in einem Gebäude. Der Spitzenwert liegt dabei bei 270 Einheiten.

Die meisten Nachfrager verbindet die Suche nach einem Wohnraum für einen befristeten Zeitraum. Das bedeutet auch, dass die Fluktuation dieser Wohnung sehr hoch ist. Dies macht es nicht nur schwierig ein Wohngemeinschaftsgefühl entstehen zu lassen, es erhöht auch die Anonymität in der Wohngemeinschaft. Ein Aspekt, der das Mikro-Apartment eher unattraktiv erscheinen lässt.

In einem Mikro-Apartment zu leben, bedeutet Verzicht

In einem Mikro-Apartment zu leben bedeutet eben auch Verzicht. Wo kein Stauraum gegeben ist, kann man seine Lieblingsvasen, CD- Sammlung oder Kindheitserinnerungen unterbringen. Das macht die Mikrowohnung zu einem Nischenprodukt. Zwar leben wir in einer Zeit in der Smart TV Apps den Kamin und E-Book-Reader das Buch ersetzen können, jedoch erscheint es auf Dauer nicht möglich auf das Nötigste zu verzichten. Ein Nachfrageschwund für Mikro-Apartments wird also nicht ausbleiben.

Mikrowohnungen bilden daher gegenwärtig ein gutes und interessantes Produkt mit einem guten Vermarktungspotenzial, bei passender Lage. Langfristig betrachtet birgt es aber Risiken, weil die Wohnungen bei einer Entspannung der derzeitigen Situation am Wohnungsmarkt aufgrund der geringen Nutzungsflexibilität deutlich schlechtere Vermietungschancen bieten werden.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Mikroappartement

https://de.wikipedia.org/wiki/Metropolregion

https://de.wikipedia.org/wiki/Innenausstattung

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © fiphoto/Depositphotos.com


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Wohnen auf kleinstem Raum: das Mikro-Apartment