Was viele Interessenten nicht wissen, eine Reservierungsgebühr ist nicht statthaft für Makler. Stiftung Warentest schreibt hierzu:

Dreiste Masche: Ein Berliner Immobilienmakler verlangte von Interessenten 932 Euro für die Reservierung einer Immobilie über vier Wochen. Besonders frech: Der Makler hätte die Immobilie trotzdem an andere Interessenten verkaufen können.

So eine Reservierungsgebühr ist illegal, urteilte das Landgericht Berlin kürzlich. Das ist nicht das erste Urteil zu illegalen Maklergebühren. Hier ein paar Beispiele für illegale Makler-Tricks:

►Besichtigungsgebühr: Ein Makler darf kein Geld für die bloße Besichtigung einer Wohnung verlangen. Das LG Stuttgart verurteilte einen Makler, der 35 Euro von jedem kassierte, der Wohnungen besichtigte.

►Vorschüsse: Hierbei verlangt der Makler eine Aufwandsgebühr in Höhe von beispielsweise 50 Euro, die bei Vertragsabschluss mit der Provision verrechnet werden soll. Nimmt der Interessent die Wohnung nicht, wird das Geld jedoch einbehalten. Das ist illegal.

►Makler als Hausverwalter: Makler dürfen in keinem Abhängigkeitsverhältnis zum Vermieter stehen. Findet ihr nach Einzug heraus, dass Euer Makler gleichzeitig Euer Hausverwalter ist, habt ihr vier Jahre Zeit, die Provision zurückzuverlangen.

►Lockvogelinserat: Der Makler inseriert eine bereits vergebene oder in dieser Form gar nicht vorhandene Wohnung ein. Interessenten, die sich darauf melden, erzählt der Makler, die Wohnung sei nicht mehr verfügbar. Aber er könne eine Liste mit ähnlichen Wohnungen zuschicken – natürlich gegen eine Gebühr.