Ein altes Wohnmodell wurde in den letzten Jahren neu belebt und erlebt nun eine Renaissance: Das Generationenhaus. In Zeiten der steigenden Mieten machen sich viele Eigentümer darüber Gedanken, ob Sie nicht doch lieber im Alter in ihrer Immobilie wohnend bleiben wollen. Aber was passiert dann mi den eventuell leerstehenden Zimmern? Die Umwandlung in ein Mehrgenerationenhaus könnte hier eine Lösung bieten und hilft sogar dabei Steuern zu sparen.

Der demografische Wandel macht es deutlich, dass die Senioren in Deutschland heute deutlich rüstiger und tatkräftiger sind als noch vor Jahrzehnten. Also möchten Oma und Opa noch aktiv am Leben ihrer Enkelkinder teilhaben und sich auch im Bereich Wohnen einbringen. Experten halten das Mehrgenerationenhaus daher für das ideale Wohn- und Lebensumfeld.

Vorteile des Generationenhauses

Es ist erwiesen, dass viele Dinge leichter zu organisieren sind, wenn Eltern, Großeltern und Kinder gemeinsam in einem Haus leben.  Die Großeltern erhalten Hilfe im Alltag von ihren Kindern, dafür helfen sie bei der Betreuung der Enkel. Dabei genießen es besonders Senioren, ihre Familienmitglieder, um sich zu haben und an deren Leben aktiv teilzunehmen. Ebenso nützt es den Kindern, von den Erfahrungen der älteren Generation zu lernen. Für Senioren, die hilfe- oder pflegebedürftig sind, stellt das Generationenhaus einen besonderen Vorteil dar, denn hier können sich Familienmitglieder sehr viel besser um ihre Eltern bzw. Großeltern kümmern. So lässt sich ein Umzug ins Pflegeheim vermeiden, was nicht nur mehr Unabhängigkeit, sondern auch eine deutliche Kostenersparnis bedeutet.

Aber in steuerlicher Hinsicht bietet das Generationenhaus durchaus Vorteile. Insbesondere Eigentümer, die das Zweifamilienhaus zum Teil selbst nutzen und teilweise vermieten, können mitunter erhebliche Summen an Steuern sparen. So erhält der Eigentümer, der auch der Vermieter ist, auf der einen Seite die Mieteinnahmen, kann auf der anderen Seite aber Abschreibungen und Werbungskosten angeben und Kosten für Instandhaltung sowie Kreditzinsen steuerlich geltend machen. Daher sollte unbedingt ein Mietvertrag geschlossen werden.

Nachteile des Generationenhauses

Allerdings kann ein Generationenhaus auch Nachteile haben. Für manche Menschen ist eine zu große räumliche Nähe ein Problem. Wer Ruhe und Zurückgezogenheit sucht, für den empfiehlt sich ein Generationshaus nur dann, wenn eine ausreichende räumliche Trennung besteht. Denn wo Kinder leben, ist in der Regel auch Lärm nicht zu vermeiden. Außerdem kommt es auch dort, wo Menschen auf engerem Raum zusammenleben, häufiger zu Konflikten. Gerade die Altersunterschiede sorgen öfter für Differenzen bei Fragen der Kindererziehung, der Haushaltsführung oder Planung des Alltags. Wer also in ein Generationenhaus ziehen möchte, sollte sich im Klaren sein, worauf er sich einlässt. In den meisten Fällen ist es sinnvoll, bereits vor dem Einzug genaue Absprachen über das Zusammenleben zu treffen und alle Bedürfnisse der Bewohner zu berücksichtigen.

Hat das Generationenhaus eine gute Mischung aus Rückzugsmöglichkeiten und Gemeinschaftsräumen, kann die gesamte Familie von dieser Wohnform profitieren.

Sie denken darüber nach in ein Generationenhaus zu ziehen und wissen nicht was Sie mit Ihrer Immobilie machen sollen?  Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

Nicht fündig geworden:

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/engagement-und-gesellschaft/mehrgenerationenhaeuser/mehrgenerationenhaeuser/74018

https://de.wikipedia.org/wiki/Mehrgenerationenhaus

https://www.caritas.de/glossare/mehrgenerationenhaus

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

Foto: © monkeybusiness/Depositphotos.com


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Generationenhaus – ein Trend der Steuern spart